Macbook vor Fenster mit Aussicht auf das Meer
märz 2022

Alex on Workation: Remote in Spanien

Schlafanzughosen am Schreibtisch, Mittagspause in der eigenen Küche, Mitarbeiter:innen-Talks im Slack Channel statt vor dem Kaffeeautomat: Das alles beinhaltet der moderne Homeoffice-Arbeitstag. Laut der Bundesagentur für Arbeit könnten in Deutschland insgesamt 56 Prozent der Arbeitsplätze zumindest teilweise in die eigenen vier Wände verlegt werden. Zukunftsmusik: Im Zuge des digitalen Wandels wird diese Zahl vermutlich weiterhin ansteigen.

Wir bei active value feilen nicht nur an Internet-Auftritten, sondern haben auch unseren eigenen Arbeitsalltag weitestgehend in die digitale Sphäre verlegt: Mittlerweile sind praktisch alle unserer Stellen 100% remotefähig. Und es ist längst nicht mehr nur eine Schutzmaßnahme: Remote Work bietet, sofern die technischen Hürden mitsamt flackernder Bildschirme überwunden sind und das Nachbarskind nicht gerade seine ersten Schlagzeug-Proben durchläuft, einige Vorteile. Der Wecker klingelt erst eine halbe Stunde vor der ersten Telko und die Arbeitszeit kann noch flexibler eingeteilt werden – ein wahrer Gewinn für die Nachteulen und Earlybirds unter uns. Und eben so simpel wie erfreulich: Gearbeitet werden kann in jeder WLAN-Zone dieser Welt.

AV connected

Ein effiziente Remote-Arbeitsweise misst sich an den Werkzeugen, die dafür zum Einsatz kommen. Aus unserer internen Verständigung sind Slack (nicht nur aufgrund der großen Auswahl an Emojis & GIFs!), Jira und die Google Kooperations- & Kommunikationstools wie Meets und Docs nicht mehr wegzudenken. Auch die Ära des Festnetztelefons scheint sich langsam dem Ende zuzuneigen: Mithilfe der Sipgate Softphones klingelt bei Anrufen nun wahlweise das Macbook, der PC oder das Handy – oder für Masochisten: alle drei zusammen.

Fernweh Ade! 

Nach rund zwei Jahren Pandemiebewältigung haben wir uns an den digitalisierten Way of Work gewöhnt. Es schwirren grüne Herzchen und winkende Hände durch den Gruppen-Chat und jede:r hat ihren oder seinen favorisierten Meeting-Hintergrund entdeckt. Unser Technical Lead Alex, sowieso ganz vorne im Hintergrund-Game dabei, hat das Spiel dann aber noch weiter getrieben, und saß plötzlich in einer Szenerie, die verdächtig echt wirkte: Der für uns unbekannte Raum wurde von einem Sonnenlicht durchflutet, das wir über die nassgrauen Wintermonate Deutschlands längst vergessen hatten. Ein virtueller Hintergrund, der sich nun auch bewegen kann? Fehlanzeige. Des Rätsels Lösung ließ nicht lange auf sich warten: Alex' Anruf erreichte uns aus der spanischen Hafenstadt Xàbia, unter deren blauem Himmel sich die nächsten beiden Wochen sein Arbeitsplatz befinden würde. Angesichts des hier semi-sonnigen Februars beneidenswerte Umstände, wie wir finden. Und um das kursierende Fernweh noch ein wenig zu verstärken, haben wir ihn nach Wiederankunft in Düsseldorf zu seinem Aufenthalt interviewt.

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Moin Alex! Oder sollten wir sagen Hola, Alex…? Dich hat es die vorletzte Woche ins schöne Xàbia verschlagen - genauer gesagt in einen Co-Living- & Co-Working-Space. Was kann man sich darunter vorstellen? 

Co-Living geht einen Schritt weiter als Co-Working: Man teilt sich nicht nur einen Büroraum, sondern auch das Haus. Es gibt eine große Gemeinschaftsküche, ein gemeinschaftliches Wohnzimmer. Die Zimmer haben Etagenbetten – es ist vergleichbar mit einem Hostel, nur dass alle am nächsten Tag arbeiten müssen.

Während wir im februargrauen Deutschland Rollkragenpullover trugen, saßt du im Teammeeting kurzärmlig in einem sonnendurchfluteten Raum! Gibt einem ein solcher Tapetenwechsel neue Motivation?

 Sonnendurchflutete Räume gab es bei mir leider nicht durchgängig, ich bin aber fast täglich zum Strandcafé gegangen. Morgens mit dem Pullover hin, mittags im T-Shirt zurück. Natürlich ist es schön, mal etwas neues zu sehen, gerade nach einer langen Zeit im Home-Office.

Wie hast du dir deinen Tag strukturiert? 

Meine Meetings und Besprechungen habe ich versucht auf den Morgen bzw. Vormittag zu legen, so konnte ich den Rest des Tages konzentriert im Coworking arbeiten. Ein Meeting lässt sich super aus einem Café abhalten, zumindest in der Nebensaison. Wirklich voll war es nie.

War der Kaffee genau so gut wie in unserem Office? 

Leider muss ich sagen: Er war besser. Es gab eine Siebträgermaschine. Alles vom feinsten :) 

… und das Internet? 

Im Co-Working selbst gab es eine 200/200 Mbit Anbindung, die mehr als ausreichend war. In dem gesamten Dorf war lückenlos LTE verfügbar. Das Internet in den Strandcafés war ausreichend für große Videokonferenzen und Screensharings.

Meetings und Projektumsetzungen mal beiseite: Wie hast du deine Freizeit genutzt?

Jeden Abend gab es verschiedene Events, denen man sich anschließen kann. Meine Highlights waren eine Wanderung zur Cova Tallada, die Salsa-Party mit Livemusik noch am Ankunftstag und die leckeren Family Dinner.

Würdest du eine solche Workation nochmal antreten? 

Ich bin schon auf der Suche nach dem nächsten Ziel. :)

Long Distance Relationships

Nach Alex' Ausführungen tragen einen die eigenen Beine praktisch eigenständig ins nächstgelegene Reisebüro. Und dennoch: Trotz aller Bequemlichkeiten und Reiselust vermissen wir an manchen Tagen das Erklingen fremder Tastenanschläge am gegenüberliegenden Schreibtisch, oder Filou, der von Antons Platz aus seine regelmäßigen Streichelt-mich-Runden durch alle Büroräume dreht. Deshalb soll unser Verhältnis mit der Remote Arbeit zukünftig eher eine Art „offene Beziehung” und unser Pausenraum weiterhin gut besucht bleiben. Ja zu Meetings unter Palmen und Nein zum Lagerkoller – das super eingespielte Hybridsystem aus Remote Work und flexiblen wie festen Schreibtischplätzen in unserem Office an der Benzenbergstraße ermöglicht unserem Team das Beste aus beiden Welten.


PS: Wer wissen will, wie wir uns unsere Workspaces in den eigenen vier Wänden eingerichtet haben, der findet eine kleine Homeoffice-Galerie auf unserem Instagram Account.

Fotomotive, von denen wir niemals genug haben werden: Filou und Urlaubsschnappschüsse!
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